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Die Zeit blieb stehen

Die Zeit blieb stehen
und in ihrem Silbervisier
sah ich höhnisches Blitzen.

Alles stand still
und ich überlegte,
was sie wohl will.

Ich hörte die Stille in mir
wie ein weites Gewand,
in dem ich bis eben
stets Ruhe fand.

Doch ohne Bewegung
ist nirgendwo Regung.

Keine Gefühle, kein Tun,
niemals Ruhen.
Steifes Stehen,
kein Lufthauch zu sehen.

Keine Tränen, kein Hoffen,
nichts bleibt offen.
Die Zeit blieb stehen.

Nichts wird vergehen,
es gibt kein Geschehen.
Wünsche und Wachstum,
alles vorbei.

Doch sie spielt nur mit mir.
Ich fühle mich gefangen in ihr.
Sie zählt Sekunden und Stunden,
befiehlt Tagen und Jahren,

nimmt sich die Menschen
und macht, was sie will.
Aus heiterem Himmel
stand sie nun still.

Höhnisch klingt ihr
blechernes Lachen.
Sie genießt ihre Macht
sogar in der Nacht.


Mittwochabend, 29. April 2009




Kommentare

von mono8no8aware am 14.3.12 - http://mono8no8aware.wordpress.com

großartige zeitzeilen
verweilt doch, ihr seid so schön…

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