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Frischer Wind

In den Zweigen
tanzt der Wind
und jubelt,
weil der Herbst beginnt.

Er prustet und bläst,
wirbelt herum,
hebt Rockzipfel hoch,
nie ist`s ihm zu dumm.

Allerletzte Sommerkleider
bauscht er
zu den hübschesten
Oberteilen auf.

Gefallene Blätter sind
vor ihm nicht sicher.
Er sieht in die Haufen
und lehrt sie das Laufen.

Er spielt wie ein Kind
mit Eifer und Lust.
Wir sehen ihm zu,
er ist uns bewusst.

Er rennt über Treppen,
als wollte er steppen,
streichelt die Läden,
pustet in Ritzen,
mag nirgendwo sitzen.

Ein Wirbelwind
wie aus dem Bilderbuch.

Sieh, wie geschwind
er um die Ecken fegt
und sich geschäftig
zu den gefallenen Blättern legt.

Mit geblähten Backen,
kann er diese nun packen
und freut sich diebisch
über neuen blättrigen Tanz
im herbstlichen Glanz.

Dienstagabend, 30. September 2008




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