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Geisterstunde

In der Mitte der Nacht
sind die Geister erwacht.

Aus Mauern und Steinen
hört man es weinen.

Sirren, Klirren, wehes Beben,
du weißt, dass die Geister leben.

Sie gehen durch Wände,
verschmähen die Türen,

wahrhaft skurrile Geisterallüren.

Um zerfallene Mauern
und dunkle Ecken huschen,

Menschen erschrecken,
sich in finsteren Nischen verstecken.

Schauriges Heulen,
Ächzen und Stöhnen.

Dunkle Schatten und Schemen,
die sich bewegen.

Geisterhafte, kaum sichtbare Wesen,
die in pergamentenen Rollen lesen.

Grausiges Kettengerassel
oder doch nur blechernes Regengeprassel?

Fratzen in Fetzen wollen dich hetzen.

Es schlottern Gebeine
bei wild zuckendem Kerzenscheine
und deine Zähne klappern.

Angst bringt dich fast um
und du fragst dich WARUM?

Arme Gesellen mit brüchigen Stellen.
Moder liegt in der Luft.

Deine Angst verpufft.

Säbelgerassel, irres Lachen
und wildes Gepolter.

Gespenstisch hallt es in hohen Hallen,
Motten zerfressene Gewänder wallen.

Luftige Wesen, die einmal Menschen gewesen,
tanzen sich satt und sind
nach einer einzigen Stunde schon matt.

Dienstagabend, 28. Oktober 2008




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