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Lust zum Schreiben

Hab ich heute Lust zum Schreiben
oder lasse ich es bleiben?

Sorgentage, Glücksmomente,
alles fließt durch Kopf und Hände.

Schreibe ich von Herbstzeit nur,
dem Vergehen auf der Spur?

Möchte ich von Gärten schreiben
und wissen, was die Gräser treiben?

Spaziergang durch das eigene Ich?
Da ließe ich das DU im Stich.

Zuckererbsen, Zinnsoldaten,
wundersame Bleipiraten.
Bisamratten, Reh im Schatten.

Watteweiche Wolkenworte,
als Schriftzug auf der Sahnetorte.

Lustig, munter, quietschfidel,
getragen, lyrisch, wunderschön.

Worte, Sätze, bleibt mal stehen,
ich muss euch doch erst selbst
verstehen.

Ihr rennt mir weg,
wollt mich nicht hören.
Möchtet ihr die Menschen stören?

Ein gutes Werk will wohl bedacht sein.

Mit Worten um die Wette laufen,
die um die besten Plätze raufen,
schafft für den Dichter Lustgewinn,
nichts anderes hat er im Sinn.

Nun schrieb ich heute,
nicht erst morgen!
Morgen werd ich andres borgen.

Dienstagmorgen, 11. November 2008




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