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Bleischwer

Bleischwer
wölbt sich staubgrauer
Himmel der Erde entgegen.

Tropische Wärme
bläht des Himmels
Gedärme.

Nichts bewegt sich,
kein Berühren mehr
möglich.

Unerträgliche Hitze,
verbrannt scheint die Luft.
Jeder Gedanke
im Entstehen verpufft.

Träger Blick
unter müden Lidern.

Im Himmelsbauch
rumort es,
knattert und zischt.

Tief hängende Wolken,
schwärzeste Gischt.

Riesengewalt
gibt dem Himmel Gestalt.

Rütteln und Schütteln.
Die Erdmasten beben.
Es wackelt die Welt,
grün im Gesicht
und vor Wut entstellt.

Fahle Blitze, krachende Donner!

Hagel und Regen,
Sturm und Gefahr.

Der Mensch mittendrin,
nur noch Elemente
in seinem Sinn.

Samstagabend, 31. Mai 2008 – ganz knapp dem Gewitter entkommen




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