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Zuckerwind

Zuckerwind,
wohin so geschwind?

Deine Mähne flattert,
aus Strahlen besteht
dein Schweif.

Du reitest am Himmel,
breitest die Flügel,
schwebst über Senken,
brauchst keine Zügel.

Voller Kraft
sind deine Schwingen.

Stets unterwegs,
um dem Dunkel
das Licht zu bringen.

Zuckerwind,
Freudenbereiter,
Du lauschst
in den Wind

und hörst in der Ferne
ein weinendes Kind.
Du schüttelst die Mähne,
und schon geht es los.

Einsame, Hilflose,
arme Seelen,
du nimmst sie auf,
dein Rücken ist breit.

Seltsam, dein Name:
Zuckerwind.

Du bist Umarmung,
Liebe, Erbarmen, Gebet.
Beeil dich,
man braucht dich.

Komm nicht zu spät.

Sonntagabend, 1. Juni 2008




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