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Leben ertasten

Ich ertastete das Leben,
doch es war schon vergeben.

Ich ließ es los
und verkroch mich im Schoß

meiner Mutter, der Erde.

Dort dachte ich nach
und es dauerte lange.

Ich legte derweil
meine Hand an die Wange.

So saß ich gemütlich,
es war nicht betrüblich,

das Warten auf Leben,
das noch nicht vergeben.

Dann wurde mir warm
und zu eng in der Erde,

ich drängte nach oben,
wuchs über mich selbst hinaus,

schaffte den Sprung
und war plötzlich sehr jung.

Ich spürte die Sonne,
ging auf in der Wonne,

ließ meine Hülle zurück
und flog mit dem Glück.

 

Mittwochabend, 16. Juli 2008




Kommentare

von bruni am 20.7.15

Ja, lieber Finbar, ich kannte ihn, weiß auch nicht, wieso und worher u. doch dauerte es noch viel zu lange, bis wir uns begegnet sind…
Wie wundervoll ist es, daß Du diese Zeilen entdeckt hast.
Herzlichst
Deine Bruni
PS Wenn ich mich recht erinnere, sah ich mich als kleines Gänseblümchen *lächel*, während ich schrieb

von finbar am 18.7.15 - http://finbarsgift.wordpress.com

Ist das schön, liebe Bruni!

Du kanntest ihn also doch schon,
den Schoß von Mutter Allnatur,
noch bevor wir uns kennenlernten…
zauberhaft grin

Liebe Begrüßungsgrüße
vom Finbar

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