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Betest du?

Betest du,
oder knetest du
deine Hände?

Du ringst sie,
bewegst deine Finger,
läufst durch das Zimmer,

gibst dich gelassen,
doch scheppern die Tassen.

Du kämpfst mit dir selbst,
zählst deine Glieder,
streckst dich,
beugst deinen Rücken,
magst dich nicht bücken.

Ziehen und Dehnen.
Bänder, Gewichte
zum täglichen Üben.
Hier liegt das eine,
das andre dort drüben.

Jeden Tag
neu überwinden,
Versuche, damit
Blockaden verschwinden.

Tägliche Qual.

Die Tage vergehen.
Kopf, Körper,
hinab bis zur Hand,
alles krank, Nerven blank.

Doch warte einmal.
Ich hab ne Idee,
Greife in Schnee
und dann in die Sonne.
Hier greifst du in Wonne.

Lasse nicht locker,
Blätter schon ocker,
Sommer vergeht,
das Jahr wird spät.

Du fährst mit dem Rad
durch Felder und Auen.
Die Milde der Herbstfarben,
du kannst sie schauen.

Montagmorgen,14. Juli 2008




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