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Wundertüte

Wundertüte, dicker Bauch,
ich sehe sie und sie mich auch.

Ich drücke hier
und fühle dort.
Es ist ein ganz besondrer Ort,

der winzig kleine Bäckerladen,
in dem die Wunder
auf mich warten.

Weiße Tüten, spitz gedreht
und jede auf der Spitze steht.

Doch welches Wunder
ist für mich?
Läßt mich mein siebter Sinn im Stich?

Ein Wunderkauf
will wohl bedacht sein.
Das geht nicht auf die Schnelle.
Ich trete auf der Stelle.

Ein Tütchen hat schon einen Riß
wie von einem Koboldbiß.
Ein anderes sieht traurig aus,
es möchte in die Welt hinaus.

Eines lacht und zwinkert gar,
es ist das linke in der Schar.
Welches nehm ich,
welches wähl ich?

Ich kneife meine Augen zu
und höre, wie die Wunder rufen:
Nimm mich, nimm mich,
ich bin für dich.

Eine Tüte steht schon länger,
ihr Ton klang bang und immer bänger.
Diese Tüte such ich aus
und nehme sie zu mir nachhaus.

Sie kommt an einen guten Platz
und wird mein allergrößter Schatz.

Freitagabend, 11. April 2008




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