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Tintenschwarz

Tintenschwärze
liegt über dem riesigen Himmelsbild.

Mitten darin kräftige, breite Pinselstriche
in wässrigem Milchschokoladenbraun.

Darüber ein halber, milchweißer Mond,
der inmitten des tiefschwarzen Bildes thront.

Schwarze, dick vermummte Gestalten
stehen dicht an dicht und versperren
den Zugang zum Himmelslicht.

Massige schwarze und schwere Leiber,
dazu ein fetter, Wetter gestählter Treiber.
Mehr sieht man nicht.

Darüber steht still und sehr unbeweglich
der milchweiße halbe Mond,
weil er eben an dieser Stelle wohnt.

Gespenstige Stille
weil es des Himmels Wille.
Atemlos lauschen,
vielleicht doch noch ein Rauschen?

Suchender Blick über ein größeres Himmelsstück
und du wirst fündig in einer der Ecken,
da müsste ein sehr kleines Sternchen stecken.

Endlich, ein Pünktchen, ein kleines Licht!
Links unten hab ich es voll erwischt.
Mutig der Kleine,
so ganz alleine am Firmament.

Dann trauen sich endlich die Brüder hervor
und stehen gemeinsam am Himmelstor.

In der tintigen Schwärze
mit dem unbeweglichen
milchweißen Mond
gibt es sternige Lichtblicke.

Die Nacht ist wieder bewohnt.

23. September 2007




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