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Stille

Es ist so still und
ich höre die Stille,
die zu mir spricht.

Sie reicht mir die Hand,
auf meine Reaktion
ist sie gespannt.

Sie erzählt mir von gestern,
von heute und morgen,
lächelt mokant
über meine absurden
menschlichen Sorgen.

Sie zeigt ihr Gesicht
und ich will es nicht.
Es ist sehr glatt
und ohne jegliche Falte.

Was weiß sie vom Menschsein,
von Schreien, von Weinen
und von Genuß?

Stille Schreie hinaus in die Nacht
sind Marter, Tod und Verderben.

Ich möchte laut sein,
mit Brüllen und Toben.

Doch mein Herz
ist ein stilles Ding.
Es zerbricht
ohne Ton
in aller Stille,
und doch wäre lauteste Wut
mein wirklicher Wille.

11. September 2007




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