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Silberdrache

Dicker, fetter Silberdrache,
ich seh dich an und lächle, lache,
rings um dich nur Wohlgefühl
und Hochgenuß,
mit Angst und Zagen ist jetzt Schluß.

Du schmunzelst, nickst
und blickst mich an
mit blanken, wachen, guten Augen,
die mir die letzten Zweifel rauben.

Du bist die Güte, bist das Hoffen.
Du watschelst, stapfst, es dröhnt der Boden.
Dein Silberkörper, dick und schwer
gibt von sich selbst nur Gutes her.

Kleine, feine, zarte Federn,
erwartungsvoll und aufgeregt
sitzen auf den Flügelspitzen,
die an deinem Leibe sitzen.

Du flatterst mit den Flügelchen,
übst einen klitzekleinen Hüpfer,
bewegst dich vor und auch zurück,
das war´s dann schon, es gibt kein Stück.

Du wolltest zu den Wolken fliegen
und dort die Wolkenkinder wiegen?
Du hättest sie zu leicht gefunden,
zu wattig weich, gefüllt mit Nichts.

Du bist mein Märchen, Silberbärchen,
mein Freudenpolster gegen Schmerz.
Du summst und brummst, du lächelst selig.

Fleißig übst du Feuerspucken -
Du hustest, würgst und überlegst,
ob du das musst – du kriegst schon Frust.

Silberdrache, jetzt nicht weinen,
sieh doch nur, was dir gelungen:
Freudenwölkchen, lilagrün!
Sie hüpfen, kitzeln, lieben dich,
du bist ihr Schöpfer, freue dich.

06. September 2007




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