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Milchweiße Wand

Milchweiße Wand
im ganzen Land.
Bin fast dagegen gerannt.

Nebel hängt in der Luft,
der letzte Sommertag
endgültig verpufft.

Rauer Reif
auf frostig zitterndem Gras
und dürren
sprachlos brechenden
sommermüden knorrigen Ästen.

Samhain, November,
Nebel verschleierter
Herbstenmond,
Kälte in deinen
finsteren Ecken wohnt.

Tiefschwarze Nacht.
Ich entfliehe
und gerate ganz dicht
an bedrückende,
alles verschlingende
Nebelwand.

Licht und Erkennen
nirgendwo brennen.
In neblige Hülle gepackt
und verschnürt,
damit kein Mensch
lichte Wärme erspürt.

Unfassbares Nebelgrau!

Doch überlasse den Nebel
der geduldigen Nacht.

Nächtlicher Nebel
und Nebelnacht
sind Geschwister.
Strenge dich an
und hör ihr Gewisper.

Gemeinsam sehen sie
dem Sonnenaufgang
ins glühende Gesicht,
bis der neue Tag
fast vergangenes Dunkel
endgültig zerbricht.

1. November 2007




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