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Grün im Gesicht

Grün im Gesicht
und selbstbewusst
bis in die überlangen
Fingerspitzen,
in denen empfindsame
Sensoren sitzen.

Spitze Nase,
rosa gestreift.
Gelbliche Tupfen
im olivgrünen fahlen
Madonnengesicht.

Sehr hohe Stirn,
die Brauen wie Zwirn
- in Zartviolett -.
Blitzblanke Augen,
voll Feuer und Licht.
Leuchtendes Strahlen
im grünen Gesicht.

Sinnlich aufregender,
knallrot geschminkter
männermordender
Märchenmund.

Dahinter
schneeweiße Zähne,
die durch kühn geschwungene
Lippen blitzen.

Feuerrote Mähne und
dichte,wirre Locken,
bis hinunter zu den
geringelten Socken.

Sehr lange Weste,
zerrissen und alt.
Blaue gläserne,
klappernde Knöpfe.

Kurz ist der Rock,
für manchen ein Schock.
Er schillert, er raschelt,
er stört und betört.

Trotz Farbenpracht
sehr transparent
die wunderlich
bizarre Gestalt.

Erstaunlich die Frau!

Wie gerade sie steht
und voller Grazie
menschliche Schritte geht.

Es ist die Frau
vom anderen Stern.

Sie heißt Fantasie
und verlässt
meine Träume
hoffentlich nie.

20. November 2007




Kommentare

von bruni am 11.7.14

Es war lange Zeit mein Lieblingsgedicht, liebe PETRA, aber meine alte Tante mochte es gar nicht *lach*
Ja, ich wäre sehr gerne ein wenig wie sie, aber leider sehr ich gaaaanz anders aus *g*
Herzliche Grüße nach Dresden zu Dir

von petra am 11.7.14

Liebe Bruni, so schön hast du sie beschrieben, die Frau vom anderen Stern. Wollen wir nicht alle manchmal so sein, wie die Frau mit den knallrot geschminkten Lippen und wenn es nur in der Fantasie ist. Sehr liebe Grüße zu dir, Petra

von bruni am 24.8.12

Lieber Micha, ich habe auch Deinen Kommentar gefunden *lächel*
Wie ist es schön, Dein Spontangedicht.
Bei den früheren Jahren muß ich immer genau aufpassen, damit ich die Kommentare nicht übersehe… Die Kommentarfunktion war ja nicht von Anfang an vorhanden. Sie wurde nachträglich auf besonderen Wunsch mit eingebaut.
Du hast recht, ich bin nicht diese Frau in diesem Gedicht, sie ist anders als ich. Ich gehe eher in die BruniBlau-Richtung.
Einen lieben Gruß in die Nacht hinein von Bruni

von Michael Roschke am 24.8.12 - http://micha-s-gedanken.over-blog.de/

Wenn sie sich regt,
siehst still Du ihr zu.
Dein Wunsch wird bewegt:
SIE will ich sein -
so unnahbar fein.
Doch ist sie nicht Du!

Du bist gar nicht so.

... und nun bist Du froh!

Das fiel mir gaaanz spontan dazu ein!

Wie Du siehst, liebe Bruni, hab ichs gefunden. Klasse Gedicht!

Herzlichst: Micha

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