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Leben

Nach dem gnädigen Dunkel der Nacht
sind Körper und Geist
- kräftig erfrischt -
durch Tageshelle
aufs Neue erwacht.

Licht scheint der Tag,
und sein lichtes Leuchten
dringt in die Ritzen,
in denen lebenslustige Pfeile sitzen.

Pfeile, die dich wie Pfeiler stützen,
dir aber auch durch ständiges Pieken
die verdiente Ruhe rauben
und dich zum anstrengenden
Lebenstanz hin bewegen,

dir dort kräftig in die Beine fegen,
dich wie eine Windrose
durcheinander wirbeln,
und dein Leben dem peitschenden
Sturm in die Hände legen.

Du wirst benutzt, verquirlt und geschüttelt
mit tausend Qualen und Freuden gefüllt
bis du um Gnade flehst,
deine Grenzen gestehst
und dem in abgründige Tiefe führenden
Lebensstrudel ganz knapp nur entgehst.

Plötzlich spürst du dann wieder Kraft,
wenn ein Pfeil der Götter es schafft,
dir mit Blitzesschnelle und in sonniger Helle
ein Ziel zu zeigen, nach dem du nun strebst,
und dich damit in neue Höhen bewegst.

Ein Kreislauf, dein Leben,
welches dir – wer nur – gegeben.

Höhen und Tiefen,
Hinauf und Hinunter,
Wirbel und Ruhe,
alles ist Leben,

geh’ ohne Reue auch mal daneben,
sonst hältst du´s nicht aus.

01. Mai 2007




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