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Die Zeit steht still

Die Vögel schweigen,
ihr Flügelschlag stockt
in der Luft regt sich kein Hauch.

Und ohne Bewegung verharrt
sekundenlang alle Welt.

Schweigen steht
dicht und kompakt um dich herum,
du fühlst das Gegenteil
von innerem Schwung.

Länder versinken,
Meere ertrinken,
Berge zerbrechen
und Täler verschwinden,

die Welt hält den Atem an.

Was ist geschehen?
Was haben alle gesehen?
Was haben die Vögel gefühlt?

Ein Ahnen streifte
die Geschöpfe der Erde.

Sie hielten noch Erdenballast
in den Händen,
als sie plötzlich
für eine Flügelschlagzeit fühlten,
dass Anfang und Ende nie weit.

Lasse die Erdenschwere zurück
und schwinge dich federleicht
auf zur letzten Reise, meine Seele,

schließe den letzten der Kreise.

Der Wind wird dich tragen,
mit tiefer Freude wirst du empfangen.

Hauchzarte Wolken fragen die Seele,
wohin sie denn weht,
wenn ihr Erdenkörper vergeht.

Ein Leuchten, ein Licht,
mehr braucht eine Seele nicht

04. Mai 2007




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