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Zitronenblauer Unsinn

Zitronenblauer Maiglöckchenwald,
durch deine Zweige
zwitschert Lebenslust pur,
von winterlicher Kälte keine Spur.

Freundlich klingende Sonnenflecken
lassen die Glöckchen die Hälse recken,
schwingen und wiegen, tanzen und drehen,
die zarten Körper im Winde verwehen.

Pinkfarben-gestreifte Orangenfalter
durchflattern torkelnd vor Freude
das endlich geweckte Frühlingsgewirr.
Heute, Frühling, wird’s noch was geben.

Hie und dort
benimmt sich schon ein Falter daneben,
berauscht von Sonne, dem Strahlen, dem Wein
(mit welchem Wein lässt man Falter allein?).

Ananasfarben, goldene Blitze,
thronsesselartige Schalensitze,
im zitronenblauen Maiglöckchenwald
wird keines der Wesen und Geister alt.

Sie vergehen, verwehen und wenden sich sacht,
Blütenkelche werden mit Staub fein bedacht.
Verwandlung tut Not,
ist natürliches allererstes Gebot.
Umklammere nicht die Stiele
der jugendlich frischen Maiglöckchenblüten.

Lasse sie los, bevor sie verwelken,
die Köpfchen sich betrübt nach unten senken
und mit dicken Tränen
den ausgetrockneten Waldboden tränken.

Tanze den Frühling
im zitronenblauen Maiglöckchenwald,
sei bereit für wärmende Sonne,
lächelnde Gräser und Kribbeln im Bauch.

Knallbunte Lebensgeister schwirren herum,
schwimmen sich frei und DU bist dabei.

31. März 2007




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