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Zirkus des Lebens

Hereinspaziert,

meine sehr verehrten
Damen und Herren,
in den aufregenden,
unentwegt stattfindenden
Zirkus des täglichen Lebens.

Vorstellungen von früh bis spät,
immer spannend
und oft auch vergnügt,
Eintrittspreise erträglich,
Sondervorstellungen gelegentlich
stark überteuert.

Loge ist sehr begehrt,
weil da niemand den Blick aufs
Geschehen verwehrt,
fast mittendrin und kaum daneben,
Artisten der Luft und auch am Boden,
geschmeidiges Biegen,
der durch hartes Training
tapfer gestählten menschlichen Leiber.

Lebensjonglage kommt immer gut an,
weil Zuschauer denkt,
dass er das auch ganz gut kann.
(mit etwas Übung halt dann und wann).

Flammenschluckendes,
spuckendes Muskelpaket
im Dunkel der feurigen Arena
flammend jetzt aufbegehrt.

Ihm zur Seite steht anmutig,
licht und fast transparent,
engelsgleich ein Wesen
wie aus anderer Welt.

Breitet die Flügel, verlässt den Boden,
wird von unsichtbarer Kraft
in die Kuppel der Sternenarena gezogen.

Mit offenen Mündern
schauen die Menschen,
und staunen, wie der Engel gewichtlos
den Kuppel-Himmel zum Schwingen bringt.

Und dann der Dompteur mit den großen Katzen,
Riesenkatzen mit pelzigen Tatzen,
sie tun was er will, so scheint es,
doch er ist sehr schlau,
macht nur im katzengelenkten Zirkusspiel mit.
Sie erkennen ihn an und er achtet sie,
so und nur so erreicht er gemeinsam ein Ziel.

Zum Ende der Clown, der auch Anfang war,
Lachen, Schmunzeln, Weinen, Verstehen,

nie ohne ein inneres Lächeln gehen.

Der Zirkus ist aus,
die Vorstellung zu Ende.
Die Akteure sind müde ,
es ist zu verstehen.

Kraftvoll leben und alles geben,
Publikum überzeugen,
und mit Ehrfurcht dabei auch
den stolzesten Nacken beugen,

So ist das Leben.

19. März 2007




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