Startseite | Kontakt | Impressum

Dummheit

Die Fratze der Dummheit
lugt um die Ecke,

sucht fieberhaft geifernd,
Blödheit im Blick,
ihr nächstes Opfer
mit großem Geschick.

Kreist langsam und hinterhältig
die Masse der Menschen ein,
greift mit überlangem,
skelettartig gelenkigem Arm
zielsicher ins dichte Gewühl

und schleift bündel- und büschelweise
das menschliche Futter
zur grausig verkommenen Höhle.

Da kocht es und siedet,
brodelt und schäumt.

Dummkeit kocht über,
würzt mit Blödem noch nach,
kriecht in hilflos ausgelieferte
Menschen hinein
und breitet sich aus.

Dumpfe Gesichter und scheue Blicke,
Angst und Entsetzen,
Monotonie und lähmendes Stillestehn,
Aggressionen und Kriege,
Macht und Gewalt,

Dummheit macht vor nichts einen Halt.

Vielfältig ist ihre täglich Gestalt.
Versteckt sich mitunter in schönem Schein
bleibt dort nie sehr lange allein.

Ruft eure Weisen, weckt auch die Klugen,
hört auf innere mahnende,
flehende Stimmen,
horcht auf den Ruf
nach Frieden und Freisein.

Schüttelt die Dummheit
von euren Schultern.
Lernt neue Gedanken erkennen,
und pflückt sie behutsam
vom Lebensbaum.

Mensch und Natur danken es dir.

Achte den Nächsten,
pflege den, der anders scheint,
damit um ihn nicht die Mutter weint.

Trotze der Dummheit,
nimm ihr die Tarnung.

Ruf allen lauteste
stürmische Warnung,
rüttle die Massen
und rühre heftig den Brei
im täglichen, ängstlichen
Alltagsgeschrei.

28.März 2007




Kommentare

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image