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Wolkenbruch in der Provence

Brüchige Wolken mit Rissen,
die jetzt endgültig reißen
und ihre gewaltigen Wassermassen
in sehr alte Gassen entlassen.

Tintenschwarz – fast wie die Nacht -
ist plötzlich der Himmelsdom,
nachdem sich das leuchtende Licht
der flüchtenden Sonne verlor.

Aus zerbrechenden Wolken
peitschen wütende Himmelswasser hervor,
durchnässen die Gassen
und Menschenmassen,

kleben sich in wehende Haare,
machen aus zarten Sommerstoffen
und dünnen, bunten Flattergewändern
zerfetzte, gemordete Eleganz.

Wuchtige, urplötzlich losgelassene Böen
streiten mit dem hart prasselnden Regen
noch um die endgültig
einzuschlagende Richtung,
erschöpfen sich in wildem Pfeifen
und schaurigem Heulen.

Ein letzter empörter Elemente-Schrei
und alles ist wie ein Spuk,
fast wie eine Narretei,
schon wieder vorbei!

15. Juni 2007




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