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Wenn die Sonne den Morgen küsst

Ein Gedicht zum täglichen Tageserwachen.


Wenn die Sonne den Morgen küsst
und der Schlaf sein Begehren vergisst,
dann ist es wieder soweit.

Die Nacht ist zu Ende,
das Dunkel lichtet sich weit,
der Tag steht bereit.

Ein prachtvoller neuer
platzt in dein Zimmer,
streicht durch die Ecken,
und will dich wecken.

Er lacht dich an, streichelt
deine schlaftrunkenen Glieder,
flüstert in dein verschlafenes Ohr
und singt dir leise ein
Lied zum Erwachen.

Sein Strahlen dringt
langsam in alle Ritzen,
findet die Stellen,
in denen weckende Impulse sitzen,

und endlich dehnst du dich
diesem mächtig gut gelaunten
sonnigen, neuen Morgen entgegen.

Gibt er nun Ruhe?
Von wegen!
Der lästige Geselle
will noch viel mehr.
Er zupft und zerrt an deiner Decke,
damit er dich auch ganz und gar wecke.

Hört nicht auf Brummen, Gähnen
und Nachschlaf erwähnen,
kitzelt dich hier und kitzelt dich dort
und treibt dich mit Macht
vom nächtlichen Ort.

Du ergibst dich,
streckst deine Waffen
und befiehlst deinen Gliedern,
dich endlich aus dem gemütlichsten
Traumbett der Welt zu schaffen.

29. Juni 2007




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