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Der Fluß

Er entspringt,
singt und klingt
und sprudelt munter
aus seiner Quelle.

Sprudelnde Quelle,
besondere Stelle.

Mutter Natur,
sieh sie nur,
wie sie den Kleinen entlässt
und dieser sofort
sein Bettchen durchnässt.

Er wiegt und windet sich
durch die Auen,
erkennt an seinen Ufern
Dörfer und Städte
im Dunkel und Hell,
und wird an mancher Stelle
sehr schnell.

Er fällt über die Felsen,
schäumt über vor Glück,
und hastet wie Schaumwein
in die schäumende Gischt.

Es ist ein Gedicht!

Er reckt seine Arme
nach den Seiten ins Land,
dafür ist uns vor allem
der Rhein sehr bekannt.

Ein Langläufer
mit sportlicher Ausdauer,
der in all seinem Überfluß
nur eines spürt,
den vollkommen reinen
Wassergenuß.

Doch mit der Zeit
wird er müde und träge
in seinem Bett.

Er blinzelt und fragt sich,
wohin ihn die Bilder treiben,
die fließenden, flüchtigen
Wasserbilder im Vorübergleiten.

Sein Weg führt zur Mündung,
sein Weg führt zum Meer,
dieser Fluss wird niemals leer.

Reich in seinem Überfluss
schwemmt er des Frühjahrs Gräser,
bringt nahrhaften Schlamm
in die Wiesen zu seinen Seiten,
in denen sich nun all seine Sinne
entfalten und träumerisch weiten.

Er dehnt sich, reckt seine Glieder,
räkelt sich immer breiter
und sein Weg führt ihn weiter.

Es ruft ihn sein Schicksal,
seine noch ferne wellige Liebe,
nach der See, nach dem Meer
rufen all seine Triebe.

Mit letzter Kraft
erreicht er die Geliebte,
wirft sich in ihre Arme
und vergeht
auf seinem letzten Stück
vor Wollust und Glück.

Ein letzter markanter Schrei
und mit dem Rhein
ist´s endgültig vorbei.

06. Juli 2007




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