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Leuchtender Morgen

Eiskalt strahlendes Januarlicht,
kaltschnäuzig und oberflächlich
scheinende Sonne,
die Wärme versteckt.

Sonnenstrahlen scheinen so kalt,
hat sie der Winter
in seiner Gewalt?

Winterlich eisiges Strahlen
ist ohne wohlige Wärme
nur oberflächliches Prahlen.

Schneidend kalte,
frostig klirrende Morgenluft
ohne jeglich erkennbaren
Frühlingsduft.

Feuchte Jahreszeit
im schneekristallbesetzten Winterkleid,
wir mögen dich sehr,

doch könntest du getrost
dem eisigen Sonnenstrahlen
die Erlaubnis erteilen,

sofort und an allen Orten
den Wärmespeicher zu plündern,
damit die scheinenden Strahlen
nicht splittern im winterlichen Haus.

Reiche versöhnlich
deine eiskalten Finger
dem himmlischen Strahlenbringer.

Wir danken dir sehr,
reichen dir Herz und Hand,
und in unseren rotgrauen und gut verhüllten
Wintergesichtern
siehst du nun wieder
die Freude an dir blitzen.

25. Januar 2007




Kommentare

von bruni am 9.4.14

ach ja, die Gedankenbilder, liebe Marlis.
Sind sie nicht das, was die Dichter lieben? Man/frau kann sich so wundervoll in ihnen ausdrücken…
Lächelnde liebe Grüße zu Dir, die Du immer mal wieder eines der älteren Gedichte entdeckst. Das ist schön.

von Marlis Hofmann am 8.4.14

es hat auch seinen Reiz, jetzt, wo der Winter verabschiedet werden kann, wo der Frühling Einzug hält, von der klirrenden Kälte zu lesen, erst da merkt man richtig, wie schön du Gedankenbilder entstehen lassen kannst - wunderbar!
Liebe Grüße,
Marlis

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