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Sternenlose Mondennacht

Was hat die Nacht
mit den Sternen gemacht?

Das Dunkel riss seinen Rachen auf
und mit gewaltigem Appetit
nahm es alle neugierigen Sternlein mit.

Nun liegen sie ihm schwer
und unverdaulich im Magen,
kein einziges darf
einen Ausfall wagen.

Ein Riesenrumpeln wird sonst
dem Dunkel den Magen umdrehen
und um die zarten Sternlein
wär es geschehen.

Des Dunkels gewaltige Zunge
bewacht das Verlies,
der Himmel weint Tränen,
und sucht seine Sterne .

Nur in der Ferne
scheint jetzt der Mond,
er leuchtet einsam,
SELTSAM die Form.

Das ist nicht die Mondennorm!

Kein halber, kein Vollmond,
auch keine Sichel,
gelblich, wohnlich gemütlich
scheint sein Licht
dem grübelnden Menschen
ins nachtbleiche Angesicht.

Eckiger Mond?

Viereckig und an einer kleinen Stelle
rechts unten auch ziemlich dreckig?
Das kann der Mond doch nicht sein?!

Staunendes Schauen,
schauerndes Entsetzen.

Stark veränderte Mondenform
reisst sämtliche Mondenforscher
von ihren Plätzen,

doch halt!

Näheres Hinschauen,
Untersuchung vor Ort,
Riesenüberraschung
und Schreie vor Frust:

EIN FENSTER ZUM HOF

es klingt ziemlich doof,
hat die Menschen gefoppt.

Erleuchtetes Fenster,
Lichtquell in sternloser Nacht.

Wie haben die Sternlein
über die Menschen gelacht
nachdem das Dunkel sie,
amüsiert glucksend, wieder
an den nächtlichen Himmel gespuckt.

21. Februar 2007




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