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Rumpelstilzchen

Rumpelstilzchen,
schrei nicht herum!
Dein Gekeife klingt sehr dumm.

Du tobst und brüllst,
du fluchst, du fauchst,
und schleuderst wütend
und verdammend
schauderhafte Blitze los.

Stampfend trittst du weichen Boden,
dafür wird kein Mensch dich loben.

Grünlichbleich ist deine Nase,
spitzig, eklig steht sie vor.
Hochrot vor Wut dein Angesicht,
in dem der Ärger zuckt und ruckt.

Du bist der Erdenärger pur,
von Freude war hier nie die Spur.
Dein Innenleben stülpt sich quer
um dich herum, da ist es leer.

Die Wut entstellt dich fürchterlich.
Du willst vernichten , Klafter spalten,
kannst vor dir selbst nicht innehalten.

Verzerrt der Körper, brennt wie Feuer,
dem wütend Wesen ist nichts teuer,
es reißt sich selbst im Zorn entzwei,

Qualvoll ist sein elend Ende.

Freudenfresser, Traumvernichter,
du hast verloren, bist nicht mehr,
ein Nebel noch, ein leises Greinen,

Vergangen ist ein großer Schmerz.

Wir wenden uns und atmen tief:
DA ist das Leben, das uns rief…

03. Februar 2007




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