Startseite | Kontakt | Impressum

Klirrende Kälte

Wenn vor Kälte
die Steine zittern
und ihre schlotternden
Steinmäntel splittern,
hörst du dumpfes Gerüttel
und steinernes Schütteln.

Bibbern und Beben.
Töne, die völlig daneben.

Riesige Eismesser
durchschneiden
den klirrenden Vorhang.
Messerscharfe Schnitte
in erstarrt scheinender Luft.

Dein Atem zur
winzigen Wolke verpufft.

Starre Äste und
brüchige Zweige,
von nebelrauem Reif
vollständig bedeckt.
Hier wird keinerlei
Leben geweckt.

Natur wirkt
wie im Eise erstarrt,
der Mensch wie in
letzter Bewegung
verharrt.

Tranig vergehende Nächte,
sich mühsam schleppende Tage.
Kaum Helle, kaum Licht,
nur grausame Kälte
in deinem Gesicht.

Doch tief in der Erde,
im innersten Kern,
da leuchtet ein Licht
und es leuchtet sehr gern.

Der Wächter ruht ruhig,
er wacht mit Geduld,
hütet flammende Freude,
Wärme und Leben.

Lausche dem feinen,
flüsternden Lachen,
während winzige
Lebensgeister
von neuem erwachen

27. Dezember 2007




Kommentare

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image