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Graue Schleier

Graue Schleier,
wie von Spinnen gewebt,

Nebelfetzen,
die Mulden und Senken
der rundlichen Hügel besetzen.

Zerrissene, grau fallende Fäden
füllen die Räume und hüllen sie ein
in feinstgesponnenen Nebelschein.

Nebeliges Gespinst in den Ecken
wird müde gähnende Landschaft bedecken.

Zwischen den Hügeln eine
durchsichtig scheinende Nebelbank,

auf der wartend
zartfeine Nebelkinder hocken,
die mit sirrenden, leisen Stimmen
Wanderer in die falsche Richtung locken.

Graues Tuch, fast wie ein Hauch,
aus kaum sichtbarem Garn,

Gewand für die
nun anbrechende Nacht
wird über die gerundeten,
wohnlichen Hügel gebracht.

Doch reißt es dabei
an brüchigen Stellen,
denn das Gewand ist sehr alt.

Hütten, Häuser und Hügel
sind nun in fadenscheiniger
nebeliger Hülle
für die Nacht gut verpackt.

Nur noch matt schimmernde
Lichterpunkte im Nebelmeer
leiten dich,
mehr gibt der Nebel nicht her.

12. August 2007




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