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Die Lebensquelle

Grünpelzig, moosig und
weich wie Samt ist meine
Lieblingsstelle in der Nähe
meiner leise vor sich hin-
plätschernden, vor Quäl-
geistern gut versteckten
Lebensquelle


Verborgen in schützendem,
stachelig-dickblättrigem
Rankengewächs liegt hier
mein Ursprung, der gleich-
zeitig auch meine Zuflucht
ist


Verwunschener Ort, selten
zu sehen, es sei denn, du
willst mich wirklich verstehen


Dann weichen die Ranken,
dann teilen sich Welten


Und sprudelnd zeigt sich
die Quelle an ursprünglicher
Stelle, in ursprünglicher
Gestalt und begibt sich
leichten Herzens, doch
unendlich vertrauensvoll
in deine Gewalt


Lass sprudeln die Quelle
an ursprünglicher Stelle!
Gib das Geheimnis nicht
preis, sei wie Feen und
Elfen so leis


Tritt behutsam auf den
Teppich aus Moos, der so
gut wie ein Mutterschoß


Und silbern plätschert an
dieser Stelle meine gut
gehütete Lebensquelle


Montagabend, 27. August 2007




Kommentare

von bruni am 6.7.11

Ja,lieber Ludwig, Du hast es richtig verstanden. Sie liegt in mir, meine Lebensquelle, in mir selbst. Ich speise sie, brauche dazu aber auch manchmal Gäste, Dünger für die Energie. Gäste können allein schon Worte sein.LG von mir zu Dir

von mono8no8aware am 6.7.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

ein gedachter ort
keinem wirklich existierendem ort zugedacht
und dennoch wirklich da
im kopf
im bauch
die lebensquelle liegt ja auch oft in der gegend des solar plexus
der als fokus für die sonne unseres sonnensystems fungiert
ein tagtäglicher energiequell des lebens

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