Startseite | Kontakt | Impressum

Jenseits der Stille

Jenseits der Stille
hör ich Gebrülle.

Wer stört meine Gedanken,
wer bricht bei mir ein?

Das Leben daneben
will zu mir herein!

Quietschende Reifen,
Krachen, Gebrüll,
ist´s in der Stille denn niemals
ganz still?

Ich eile, ich rufe,
ich helfe dem Leben,
auch Anderen
ist nur eines gegeben.

Nun fahre ich fort
mit dem schreibenden Wort,

will nun sorgsam
meine eigenen Worte tragen
und erneut einen Anlauf
ins Dichten wagen.

Klappernde Schlüssel
und Rauschen im Flur,
vorbei ist es endgültig
mit Ruhe pur.

Ich verschließe die Worte
und sperre sie ein
in einen wunderlich haltbaren
inneren Schrein.

Bewahre sie dort
und hebe sie auf,
schnüre ein Bündel,
bedeck’ es mit Liebe,

dem besten Schutz
gegen gedankliche Diebe.

Am späten Abend,
die Nacht ist nicht weit,
ist für zaghafte Dichter
des Tages einzig richtige Zeit.

29. April 2007




Kommentare

von bruni am 28.4.15

ja, Du hast recht, lieber Finbar,  ich schreibe inzwischen auch oft am Tage u.  nicht nur vorwiegend in der Nacht *lächel*
Eigentlich muß ich möglichst sofort
aufschreiben, was mir einfällt, weil es manchmal auch schnell wieder verschwindet. Mir reicht dann schon ein Wort, eine Zeile u. später kann ich dann versuchen, aus dem Wenigen, was ich notiert habe, eine kleine, sich manchmal reimende Geschichte zu entwickeln *g*.
Herzliche liebe Abendgrüße von mir zu Dir

von finbar am 28.4.15

fein fein fein…

so hättest du es wohl gerne,
die guten Wortbehagenworte
wegstecken, bis in die späte Nacht hinein…

...aber dort wollen sie nicht bleiben,
sie wollen oft schon tagsüber heraus, sich reiben und reimen mit Gott und der Welt, gelt?!

Herzlich,
Finbar

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



image image image image