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Schmaler Mond

Mond
dünn und schmal,
rötlichgelb gefärbt heute Nacht,
messerscharf die Ränder,
geschnitten mit der himmlischen Sichel.

Im Himmelslauf änderst du
Nacht für Nacht dein Mondengesicht,
nimmst dabei immer mehr zu an Gewicht.

Zeigst Mensch und Tier
den Weg zu den Sternen.
Und auch die Erdenwege
machst du sichtbar für den,
der sieht, fühlt und erkennt.

Mondlicht scheint auf den Wanderer,
gibt ihm Ruhe und Kraft,
sieht zu, wie er Unmögliches schafft.

Wenn die Welt in den Mond getaucht,
wenn die Sterne am Firmament
ihren Platz eingenommen,
wenn friedliche Ruhe
über die nächtlich dunkle Erde zieht,

erschafft der Schlaf in der Stille,
bescheiden und ohne ein Lob,
dringend Benötigtes, haucht dem Verbrauchten
wieder lebendigen Odem ein.

Und Menschlein erwacht
nach wohltuender Nacht
mit lebhaft erstaunten Augen,
die nun für den neuen Tag wieder taugen.

28. September 2006




Kommentare

von bruni am 6.11.13

Lächel Dir zu, lieber Finbar, wie schön ist es, dich immer mal wieder bei den alten Gedichten zu finden.
Ja, es ist Neumond, ich suche ihn trotzdem immer. Ich kann es nie so recht glauben *grins*, daß er dann gar nicht zu sehen ist…
Dir liebe nächtliche Grüße von mir

von finbarsgift am 5.11.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

derzeit haben wir Neumond
er versteckt sich also…
aber was solls
ich habe ja deine gedichte smile

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