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Nebelkind

Nebelkind

Nebelkind,
wohin so geschwind?

Du hast dich verlaufen
und wunderst dich nun.

Auf dieser Straße
kannst du nicht bleiben.

Hier gibt es keinen Nebel am Morgen,
was sollen die Meteorologen denken?

Sie werden sich die Haare raufen
und fieberhaft in den Büchern suchen.
Man kann es doch nicht
als Wunder verbuchen!

Eine Erklärung für die kleinwinzigen
Nebelfetzen, die unbefugt
die Straße nach Bremen besetzen,
ist nirgends beschrieben.

Nebelkind, Du drehst eine zittrige Pirouette,
um deine Mama zu suchen.
Du zitterst, du bibberst und
bist ganz verzweifelt,
du reckst deinen Hals und wendest dich um.

Entdeckst endlich die Autoschlange,
für die du verantwortlich zeichnest,
und siehst schemenhaft die Menschlein
mit offenen Mündern
hinter den Steuern sitzen.

Unendlich erstaunt sind sie alle,
die das Nebenkind beim Trippeln
auf der hellgrauen Straße betrachten.

Sollte man es vielleicht gar nicht beachten?

Jetzt endlich geht ein Zittern durch
Nebelkinds Leib und Gestalt.
Es hebt sich vom Boden,
erlöst die Menschen vom Nebel
am falschen Fleck -

und schwupp, ist es weg.

20. September 2006




Kommentare

von bruni am 29.11.13

*lach*, es war keine reine Fantasie. Damals lebte meine Tante noch u. sie fuhr mit nach Bremen rein - über eine Autofähre - und da war so ein nebeliges Dings auf der Straße *grins*...
Ja, manchmal schreibe ich über ihn, er nebelt mir manchmal aber auch mein Hirn zu u. kein Gedanke kommt mehr an…
Herzliche Grüße zu Dir

von finbar am 29.11.13

*schmunzelnd lächel*
mit dem nebel hast du wohl als autofahrerin schon öfters so dein ding gedreht *hehe* oder?
tröste dich, ALLEN autofahrern geht es so, auch mir smile

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