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Bläuliche Lippen

Merkwürdige Blässe,
bläuliche Lippen
(fast bis an die Rippen),
kalt bis ins Mark,
Kälteschauer und Fieberschübe.

Atemnot, Husten,
Geräusche beim Atmen,
Schwitzen vor Schwäche,
Angst vor Bewegung.

Schmerzender Schädel,
verspannter Nacken,
ich muß die Schmerzen
bei den Wurzeln packen.

Doch gib mir jetzt Auszeit,
Lebenselan,
ich komme bald wieder,
sobald ich es kann

Es ist Zeit für die Höhle,
für Kissen und Decken,
darin will ich mich
bis zur Nase verstecken.

Die Tage vergehen,
ich kann wieder stehen,
Wackelpudding in den Beinen
ist nicht so schlimm.

Leben, paß auf,
ich komme gelaufen
und hoffe,
ich werde mir dabei
nicht den Knöchel verstauchen.

Auszeit ist gut,
Tankstelle für Kraft,
damit das Menschlein
ein weiteres Stück
seines Weges schafft.

13. September 2006




Kommentare

von bruni am 25.11.13

ach, was finde ich denn hier…
Weißt Du, Finbar, diese Bruni ist immer wieder für eine Überraschung gut, dabei kenne ich sie doch schon so lange, aber sie sagte 2006 Sachen, da wußte ich gar nicht mehr, daß sie sie damals auch schon kannte… Meine Höhlen sind oft sehr verborgen und kaum zu erkennen. Ich schütze sie mit Blättern und einem gewaltigen Tarnnetz. Nur der findet sie, der mich sehr gut kennt und meine nicht ausgesprochenen Worte.
Herzlichst Bruni

von finbar am 25.11.13

wundervolle poetische
selbtsmedikation…

und das hier gibt es bei dir
also auch:
“Es ist Zeit für die Höhle”...

da bin ich aber froh smile

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