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Licht und Schatten

Tag und Nacht,
Helles und Dunkles,
Klarheit und Nebel,
Dunst und Durchblick.

Blicklos im Dunkel,
Weitblick im Licht.

Geschehen im Stillstand.

Stille durchbrechen,
durch das Rufen der Seele.

Unhörbarer Schrei!
Schon bricht die Stille entzwei.

Und in den Blättern
raunt nun der Wind,
spricht mit der Seele geschwind,
doch voller Bedacht.

In Trauer und Leid
das Grauen gesehen,
Menschen mit Kummer
nicht übersehen.

Mit Herz und Bauch
geleiten zum Licht,
damit das Schwache erstarkt
durch die Kraft,
die uns sonnengewärmte Erde
verschafft.

Sturm bläst Staub
von den Lebenstischen,
und mit leichtem Darüberwischen
ist der Weg wieder frei
vom täglichen Einerlei.

Schüttle den Kopf,
wirf ab den Ballast,
damit dir des Lebens
Leidenschaft wieder passt.

30. Oktober 2006




Kommentare

von bruni am 22.2.14

passt es nicht immer, wenn gegen Willkür und Unterdrückung gekämpft wird?
Als ich diese Zeilen schrieb, war die Erde mit Sicherheit auch von Gewalt gegen Schwächere übersät. Es freut mich total, daß Du immer wieder in den älteren Gedichten liest… Es bingt sie mir selbst wieder näher..

von finbar am 22.2.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

mann hat hier den eindruck du hättest damals die maidan-unruhen vorweg gesehen…

toll geschrieben!

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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