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Nebelfetzen

Nebelschwaden und
grauwabernde neblige Schleier,

dahinter der endgültig
vergehende Sommer verschwand.

Im Nebelmond
das sonnenarm gefärbte Dunkel
des nun bald beginnenden,
sich auf`s Warten besinnenden
Winters.

Wir blicken noch scheu,
als wär es uns neu,
auf die kühlende Jahreszeit,
in der es uns fröstelt, friert,
die eisige Winterkälte gebiert.

Wir gewöhnen uns bald,
doch ist es uns kalt
und wir suchen das Warme
in den Stuben und Zimmern.

Gehen vermummt unsere Wege,
beobachten mit Vorsicht
die mit Rauhreif
bezogenen Stege und Wiesen,

die übersät sind mit
blassrosafarbenen Herbstzeitlosen,
ausgebleicht von der Sommersonne,
die verwelkend nun ihre Stunden zählen.

Verblassende Sommerfarben

Sonnenwärme bleibt versteckt
in den Himmelswinkeln.

Schläft bis zum Mittag sich aus,
zeigt dann kurze Zeit
emsiges Strahlen,
in dem sich einige Verrückte
auch aalen,
und macht sich dann
schnell wieder dünn.

Verschwindet geschwind
und fast ohne Beachtung.

Herbst heißt Abschied vom Sommer,
vom glutvollen Leben.

Ist Vorbereitung
auf Ruhe und Auszeit,
ist Schonung
für Mensch und Natur.

Tiefer Schlaf
nach dem Hohelied des Sommers
erquickt in herbstlichem Bette.

Still wird die nun ruhende Natur,
existiert im gut Verborgenen nur.
Wartet ab und erholt sich vom Leben,
bis linde Lüfte dann wieder
die Erde bewegen.

08. November 2006




Kommentare

von bruni am 23.7.14

tja, lieber Finbar, irgendwie ist das Wetter nicht das, was es sein sollte, nun im hohen mitteleuropäischen Sommer, fast Ende Juli zwar, aber der schöne August sollte doch nun noch anders daherkommen…
Ich hoffe ja nicht, daß er sich schon langsam verabschiedet, der Sommer 2014 :-(

von finbar am 23.7.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

dein Poem hier
vom November passt auch gut zu heute,
denn heute früh hatte es auch nebel,
allerdings nach einem irrwitzig wasserreichen ländlemonsun,
ein paar tage lang…

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