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Ein uraltes Haus

Ein uraltes Haus

Ein uraltes Haus,
mit dickem Bauch,
schmiegt sich in die
vom Wind sauber gefegte Düne,

und dient zur Herberge dem,
der dem Tosen und Rauschen des Meeres,
seinem Anschwellen und Zurückweichen lauscht,

dem die Stimme des Meeres Heimat
und Fluchtpunkt zugleich.

Dem Wanderer, der nun
in den Lehmwänden des Hauses
Geborgenheit und die Gezeitenfrau findet,
die Mutter der Erde,
die Zauberin am Ende der Welt,
der immer seine Suche galt.

Er ist angelangt am Ende und zugleich
dem Beginn des Weges zur Ewigkeit,
auf der Insel der Seligkeit.

Eine Insel inmitten der Musik des Meeres.

Stimmen manigfaltiger Art
singen das Weltenlied,
das Lied lauter als die See,
hörbar aber nur dem,
der Wind und Wellen versteht,
dem, der mit den Lüften verweht,
und trotzdem seinen ihm vorbestimmten
Menschenweg mit Inbrunst geht.

Alt wie die Welt
sind Menschenwünsche und das Gebet.

Lausch in dich hinein
und zugleich dehne dich dem Leben entgegen,
damit du, vereint mit dem Wanderer,
dereinst wirst den Anfang
und zugleich auch das Ende erleben.

19. November 2006




Kommentare

von bruni am 10.12.14

Lieber Finbar, bis auf den heutigen Tag liebe ich diese Zeilen von mir und Du hast es sehr richtig und genau erkannt, sie sind mit inniger tief empfundener Freude, geschrieben. Ohne Nachdenken, wie ich es heute so oft tue.
Herzlichst
Deine Bruni

von finbar am 10.12.14 - http://finbarsgift.wordpress.com

ganz ganz zauberhafte Poesie voll tief empfundener Worte-Musik… smile

von bruni am 16.12.11

Lieber Ludwig, wie schön, dass Du hier kommentiert hast und wie schön ist dieser Kommentar von Dir. Ich freue mich sehr darüber.
Einen lieben Gruß von mir

von mono8no8aware am 14.12.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

ein ganz herrliches gleichnis…
unendlich warmherzige worte
mit mutter allnatur wohl abgestimmt
*lächel*
herzliche grüße
ludwig

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