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Seele, wach auf

Ich werde mir meine Seele
unter den Arm klemmen,
damit sie Außenluft schnuppert,
dadurch erstarkt und Echtes erkennt.

Immer nur tief drinnen,
verblasst Sie vielleicht,
verkümmert einsam am dunklen Ort
und möchte von dort nie mehr fort.

Ich verpaß ihr Erholung,
taghelles Licht und neues Erwachen,
fortan soll sie sich ihr eigenes Bild machen.

Keine Absprache mehr mit dem Kopf
diesem ARMSEELIGEN Tropf.
Nein, nun soll sie sehen,
wie es ist, auf eigenen Füßen zu stehen!

Ich brauch sie an meiner Seite,
diese saumseelige Seele, die so viel geschmähte.
Sie wird dringend gebraucht
und deshalb von mir nun gestaucht,
wenn sie lahm wieder untertaucht.

Es ist natürlich bequemer, sich aufs Ohr zu legen,
als wie ein Wirbelwind nach draußen zu fegen
und Ordnung zu schaffen im großen logischen
Denk- und Tatengewimmel.

Darum, liebe Seele, paß auf und erhebe Dich.
Fahre dazwischen und weise
die Logik zurück in die Schranken,
denn auch sie soll von Zeit zu Zeit wanken.

20. Mai 2006




Kommentare

von bruni am 15.7.13

*lach*, die Seele und Du - nun stelle ich mir diese beiden vor
groß und stark - klein und zart

Ich glaube, Ihr seid ein sehr gutes Gespann.

Traut vereint seh´ich Euch gehen - aber eher Hand in Hand grin  u. eng aneinandergeschmiegt

von finbar am 15.7.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

köööstlich poemisiert!!!
*lächel*
das versuche ich gleich mal
nachzumachen und zu lachen
mit der seele unterm arm
und um den armseligen kopftropf
geköpffffffffffffft ... pppfff…
klassegedicht!!!

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