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Mit den Sinnen berühren

Mit den Sinnen berühren,
mit Vorsicht ertasten,
gleichzeitig entlasten,
voll Leidenschaft begehren,
sich nichts verwehren.

Lust und Leid erkennen,
die Dinge beim Namen nennen.
Duckmäuser und Leisetreter beiseite schieben,
bahnbrechende Neugier mit Eifer lenken,
dabei nie die Erwartungen senken.

So könnten wir halbwegs zustande bringen
das Wertvollste von allem:
Herz und Seele
vor großer Not bewahren,
und dem Menschsein
Sinn und Sinnliches zurück zu schenken.

Mit Behutsamkeit lenken,
weniger bedenken,
und mit aller Kraft
trotz äußerster Vorsicht
und mit Bedacht,
Raum schaffen für wichtige Sachen.

Merkwürdiges nicht in die Schublade schieben,
sondern voll Sinn und in großer Würde
sich öffnen für das Wissen,
dass menschlicher Maßstab
nicht alles sein kann.

Geheimnisvoll Unendliches und Wundervolles
lässt dich dein sehr bereiter Verstand
nun mit allen Sinnen erkennen.

Atme tief und nimm es auf
in deinen veränderten Lebenslauf.

24. Mai 2006




Kommentare

von bruni am 19.7.13

*lächel*, ich finde es so toll, daß es nun einen Entdecker in den Tiefen von Wortbehagen gibt. Dann war es doch nicht umsonst, daß ich meine Gedanken hier aufgehoben habe, lieber Finbar
Herzlichst Bruni

von finbar am 19.7.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

“voll Leidenschaft begehren,
sich nichts verwehren.” ...

hm… das liest sich voll
leidenschaftlich! *g*

wieder ein großartiges
LEBEN-POEM das ich hier
in diesem sagenhaften wortbehagen
schatzpoemkästchen tag für tag
entdecke…

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