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Dicke, fette, weiße Wolke

Dicke, fette, weiße Wolken,
strahlendblauer Himmel,
Frühlingsputz stand an,
und da fliegen sie nun!
Nein, fliegen scheint schwierig,
denn sie sind dick und fett.

Sie zuckeln dahin,
der Wind arbeitet mit ganzer Kraft,
bläst seine Backen auf
bis er es endlich schafft.

Er pustet, er drückt, er schuftet gewaltig
und unmutig rücken sie nun
mit scheelem Blick
über die dick wattierte Schulter zurück -
ein kleines Stück von ihm weg.

Dann halten sie wieder
und landen behäbig!
Sie wollen’s gemütlich
und sitzen nun dick und bequem auf dem riesigen
leuchtendblau blankgewienerten
Himmelsthron.

Sie futtern weiter, verleiben sich ein
vorbeitreibende leichtfüßige Wolkenfetzen,
die sich absolut nicht freiwillig setzen.

Der Frühling machts möglich.
Er gibt keine Ruh, macht nicht mal
nachts seine Augen zu.
Ausgeruht ist er nach lang erzwungener Pause.

Er plustert sie auf, gibt Reinweiß ins Blaue,
lacht sich ins Fäustchen und kichert dabei.

Ein froher Geselle, übermütig und guter Dinge,
wird er nun die Dinge ins Laufen bringen.

Donnerstag, 4. Mai 2006




Kommentare

von bruni am 13.7.13

Ein toller Titel ♥
Erlebnisse auf Winderde

Winderde schlummerte demnach schon damals in mir, lieber Finbar

Herzliche Grüße an Dich von mir

von finbar am 13.7.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

ein feines kleines brunikapitel
aus ihrem bekannten buch
“erlebnisse auf winderde”
*lächel*

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