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Blaue Blumen

Über Nacht sind blaue Blumen gewachsen

Ich weiß nicht woher,
ich weiß nicht wieso,
plötzlich waren sie da.

Ein Meer aus Blau,
ein blauer, gewebter, sehr wertvoller Teppich,
auf dem man gehen könnte,
den man in das innere Zimmer verlegt,
damit seine indigoblaue Farbe sich hält
und nicht im Lichte verblaßt.
Sie ist handgestoßen, die Farbe,
im Mörser gemischt mit
den Inkredienzien, die niemand mehr kennt,
gerührt, gemischt, gefertigt und endlich
entstanden für den Gebrauch.

Wer hat nun diese Blumen gemacht?
Die blauen, die besonderen, die leuchtenden,
die Blumen der Romantik?
Kann das die Natur gewesen sein?
Muß es nicht einen ganz besonderen Schöpfer geben?
Einen, der die Farben erfindet, Jahreszeit,
Licht und Gestalt sich erdacht?

Sollte es Mutter Erde sein
im Verein mit Bauch und Instinkt?
Braune Krumen mit Werten der Menschheit vereint?
Wundervolles geschieht immer wieder.
Wir öffnen die Augen, erkennen es endlich
und werfen uns dem Blauen mit vollen Segeln
in die weit geöffneten Arme,
empfangen den Segen der reifen Natur,
werden weit und bereit im Innern.

Natur und Menschsein werden eins.
Für eine kurze Zeit hält die Welt den Atem an,
und schöpft Kraft für ihr nächstes Werk, das der, der
erkennt, nun doch ganz einfach
Schöpfung nennt!

12. Mai 2006




Kommentare

von bruni am 4.7.13

ja, lieber Finbar, vom Dichten, Dunklen und vom Hellen, Lichten. Du liest nun, was ich mir vor sieben Jahren über das wundervoll Blaue für ausführliche Gedanken gemacht habe.
Liebe lächelnde Grüße von mir

von finbar am 4.7.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

...vom blauen Meer der Schöpfung diese Zeilen so sagenhaft berichten, vom Wald und von den Lichtungen…

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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