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Ohne Hasten betasten

Ohne Hasten ertasten,
ohne Eile verweilen.

Schmerz zerstören,
Gutes hören,
behütet schlafen.

Träumende Schritte
in wärmendes Nachtlächeln lenken
und darin Schlimmes versenken.

Fliegen wieder üben
und purzelbaumschlagend
aus der Reihe tanzen.

Pfeifend und hüpfend
Entzücken erwarten.
Der Lebenslust eilig entgegen rennen
und trotzdem die Dinge beim Namen nennen.

Lügen erkennen,
nicht an Wärme verbrennen.
Annehmen lernen
und Wissbegierige teilhaben lassen.

Das Leben lieben
und loslassen können.
Leise und laut sein
zur gleichen Zeit.

Schwieriges annehmen,
das Beste daraus machen.
Im Wind die Stille genießen.

Mit geschlossenen Augen
die lebendige Natur erahnen.
Düfte atmen und mutvoll
die Hände öffnen.

Mit schweren Schritten gehen,
aber den Stock verschmähen.

Such es dir aus,
beginn in der Mitte,
oder nimm das Ende als Anfang.

Mach, was Du willst,
aber tue es endlich.

27. Juni 2006




Kommentare

von bruni am 29.7.13

Da hast Du etwas Besonderes entdeckt, lieber Finbar.
Was mußte zu dieser Zeit alles raus aus mir u.nur schreibend schaffte ich es.
Ich meine es heute noch wie damals:
Ohne Hasten ertasten und ohne Eile verweilen, anders sollte es nicht sein.
Herzlichst ♥
Bruni

von finbar am 29.7.13

wie viel weisheit!
wie viel klugheit!
wie viel sinn fürs leben!
wie viel sinn fürs lieben!

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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