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EwigGestern - ImmerHeute

EwigGestern.
ImmerHeute.
FastSchonMorgen.
Gestern? Das ist lang vorbei,
Schnee von gestern,
ist gegessen, interessiert nicht mehr,
Vergangenes kommt nicht mehr wieder.

Erinnern hilft und krustet doch.
Reißt auf die Kruste, kommt der Schmerz.
Neuer Schorf, die Wunde heilt.
Laß gestern sein – es war einmal.

ImmerHeute ? LIEBE Leute!
Immer Action, Dauerdröhnen,
ohne Pause leben wollen,
Arbeit, Freizeit, Hitze, Kälte,
Leid und Lieben, was wird siegen?

Tagewerk und nachts Gespenster,
alles möglich – Heutefenster.
Gib Gas, halt an, fahr an die Seite,
Blick über dich und sieh die Weite.

FastschonMorgen – Mitternacht,
bald ist ein neuer Tag erwacht,
Neugier zwingt Dich stark voran.
Schlaf erst mal aus, erhole dich,
das Morgen duftet lebensfrisch.

Morgen wird es Neues geben.
Auch neue Wunder wollen leben.
Alte Wunden sind vergessen,
vom Zeitenmonster aufgefressen.

EwigGestern, ImmerHeute,
FastschonMorgen.
Mensch, was hast du nur für Sorgen.
Zeit vergeht - Ewiges besteht.

Hör in den Wind!
Empfang den Tag mit lächelnden Augen,
begrüße die Nacht
mit Respekt und sie sagt dir,
wer im Dunkeln über dir wacht.

16. Juli 2006




Kommentare

von bruni am 20.9.13

ja, es hat Tempo, lieber Finbar.
Das war in diesem Falle sehr wichtig.
Meisterwerk in Raum u. Zeit, schreibst Du u. ich weiß, Du hast genau hingesehen *lächel*. Ja, ich habe darauf geachtet, denn, hätte da irgend etwas nicht gepaßt, wäre das gesamte Wortkonstrukt dumm gewesen.
Dir auch einen lieben u. herzlichen Gruß in Deinen Arbeitsmorgen von mir

von finbar am 20.9.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

das hat einen tollen Schwung, liebe Bruni, ein Meisterwerk in Zeit und Raum, mit einer großartig passenden Wortwahl, vor allem, was Vergangenheit und Gegenwart angeht…
ein wenig hat es mich erinnert an mein vergleichbares Poem:
http://finbarsgift.wordpress.com/2013/07/06/die-zukunft-oder-der-puls-der-vergangenheit/
Sei lieb gegrüßt
zum Morgen vom
Finbar

von Michael Roschke am 16.8.11 - http://micha-s-gedanken.over-blog.de/

Liebe Bruni !

Hatte soeben bei Dir gestöbert. Hat Freude gemacht. Hier nun hab ich mich hingesetzt, eine Pause gemacht und mich meinen Gedanken überlassen:


Während des rastlosen Vertuns der Zeit, all der angestrengten Geschäftigkeit,
des konzentrierten Totschlagens verbleibender Frist
schaffen wir den Stoff, aus dem das Bedauern über die Vergänglichkeit unseres Daseins gemacht wird.


Schön, wenn man noch fähig ist, dem einen oder anderen erlebten Tag tiefsten Herzens Dank zu sagen:


Mein Tag - bist alt und gebrechlich.
Nun leg ich mich -
und leg auch dich –
zur Ruh,
schließ meine -
und auch dir die –
Augen zu.
Verzeih mir Tag !
Die Zeit ist
unbestechlich ! 

(M.R. 2009)


Lieben Gruß: Micha

Welche Gedanken gehen dir bei diesem Gedicht durch den Kopf? Teile sie uns mit!



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