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Fühle das Schreiben

Fühle das Schreiben
und fühle das Wort.

Halte es warm,
entlass es mit Vorsicht.

Empfinde das Licht,
bevor es noch leuchtet.

Zeig Demut und Stärke
für deine Begabung.

Ein Dichter IST Wort,
er zittert darin.

Er bangt und fiebert,
er leidet und strömt.

Schreiben im Fieber,
im Wahn noch Worte.
Nur dann
ist’s der Dichter
der richtigen Sorte.

So denke ich, sollte es sein,
denn nur mit gehöriger Leidenschaft
wird aus dem Schreiber der Dichter.

18. Januar 2006




Kommentare

von bruni am 28.11.11

Lieber Ludwig, wie schön, daß Du hier warst. Nein, ich habe erst später mit dem Dichten begonnen *lach*.
Einen lieben Gruß an Dich
Deine Worte freuen mich.

von mono8no8aware am 28.11.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

klar hast du davor schon gedichtet
wahrscheinlich schon im uterus smile

aber das hier ist eben ein toller
startschuss hinein in(s) wortbehagen

eine superouvertüre
eine wirklich türe

zu zauberhaften wortgebilden
die wortbehagen inzwischen zu

einem famosen unverzichtbaren
erdzauber haben werden lassen ...

herzliche grüße
vom ludwig

von bruni am 3.11.11

Lieber Ludwig, es gab schon einige Gedichte vor diesem von mir, aber dieses war mir unendlich wichtig, ich weiß noch wie heute, wie ich es schrieb, wirklich so, als ob ich Fieber hätte, ich fühlte, daß ich da etwas entdeckt hatte in mir, was mir außerordentlich gut gefiel, mit dem ich ein Herz und eine Seele war.
Einen wertvollen Kommentar hast Du mir nun dazu geschrieben. Ich danke Dir sehr dafür.

von bruni am 3.11.11

Lieber Michael, ich danke Dir heute erst für Deinen wunderbaren Kommentar. Reiner Kunze hat es toll zusammengefasst. Klasse
Lieber Gruß von Bruni

von mono8no8aware am 2.11.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

wow, bruni, was für ein start!
wo gibt es so einen großartigen beginn:
fühle das schreiben, fühle das wort,
toll toll toll!!!
liebe grüße zur nacht
vom ludwig

Liebe Bruni,

wenn ich das lese, geht mir eine ganze Menge durch den Kopf.
Besonders der Anfang des Gedichtes gefällt mir gut: „…entlass es mit Vorsicht.“ Das hat für mich etwas mit Achtsamkeit zu tun, mit der Verantwortung dafür, was man da in die Welt entlässt.
Aber auch das Ende, wo es um die Leidenschaft geht, gefällt mir sehr gut.
Der vom mir sehr geschätzte Reiner Kunze sagte mal:
“Das Gedicht ist zur Ruhe gekommene Unruhe”

LG Michael

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