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Tanze mit mir

Tanze mit mir,
wenn die Welt versinkt.

Halte mich fest,
wenn uns das Ende winkt.

Nimm mich an,
bevor die Meere vergehen.

Erkenne mich
im flüchtigen Vorübergehen.

Denke an mich,
wenn der Tag beginnt
und auch dann,
wenn dich der Schlaf gewinnt.

Beug dich zu mir,
wenn die Gedanken dich treiben.

Bewege mich dort,
wo Stillstand und Flachsein
ihr Unwesen treiben.

Zeig mir die Freiheit
bei innerer Not.

Reich mir die Hand
und stütz mich beim Wanken.

Sprich zu mir
in meinen täglichen Träumen.

Hol mir die Sterne
für schwärzeste Stunden.

Nimm dir Zeit,
auch wenn es Sekunden.

Schweige nur,
wenn dein Herz zu mir spricht.

Lehre mich denken,
damit ich erkenne,

und manchmal Wichtiges
beim Namen nenne.

27. Dezember 2006




Kommentare

von bruni am 17.4.15

Ach, wie schön, Du hast es gefunden u. gleich noch einen miesen Tipfehler. *lach*
Den werde ich jetzt nach 9 Jahren ganz schnell ausbessern. Ist wohl nie aufgefallen. Muß dann vermutlich auch im Buch sein. Aber was soll`s. Es gibt Schlimmeres.
Gut,daß Du es mir gesagt hast.
Ich bin für solche Dinge sehr dankbar, weil ich ein großer TipfehlerProduzierer bin grin
Herzliche Grüße an Dich

von Sylvia Kling am 17.4.15 - https://sckling.wordpress.com

Ja, liebe Bruni, es ist meinem “Ohne Versprechen” inhaltlich wirklich sehr ähnlich. Siehst Du, wie sich die Gedanken und Gefühle oft gleichen, auch unsere Wünsche oder Beobachtungen? Es ist so faszinierend. Dein Gedicht berührt mich, es öffnen sich für mich die Türen, die ich gerade jetzt so gern öffnen mag. (Meine Liebe, ist “flüchigen” so gemeint oder meinst Du “flüchtigen”? Sorry, es ist mir nur aufgefallen.) Ich sende Dir sehr herzliche Grüße - Sylvia

von bruni am 16.12.11

Manchen Kommentar sollte ich einrahmen, so schön ist er und Deiner hier, der tanzt mit mir.
Einen lieben Gruß in die Nacht von Bruni

von mono8no8aware am 14.12.11 - http://mono8no8aware.wordpress.com

was für ein gedichtknüller
den ich hierher tanzend
entdeckt habe…
*augenzwinkern*
wunderbar tatsächlich
tänzerisch geschrieben
wunderbar auch für sich
tanzend, die worte,
ein großes tanzendes
buchstabendorf…
das nenne ich
tänzerische
poemmagie!
herzlichst
ludwig

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