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Mit den Händen ergreifen

Das Leben begreifen,
mit beiden Händen ergreifen.

Dem Leben die Hände entgegenstrecken,
annehmen die Freude und auch die Schrecken.

Festhalten in den eigenen Händen,
die Lebenskraft spüren in den nervigen Enden.

Zum Himmel erheben die Hände,
dem Leben entgegen
und auch auf der Erde mit dem weitesten Blick
das Besondere im Allerkleinsten erkennen.

Wie ein Bogen sich spannen,
abfedern mit fühlenden Händen,
und mitten im Lebendigen landen!
Dabei mit Vorsicht erhalten.
was fühlbar vorhanden!

Auftauchen aus tief versenkten Gefühlen,
Fesseln sprengen und sich händeringend
nur manches Mal zur Ohnmacht bekennen.

Hände voll Kraft, Gefühl
und von großem Nutzen!
Unser Werkzeug im täglichen Kampf,
gestählt durch Alltag und Seelennot,
zeigt kleinlichem Grünzeug Bewegungsnot.

Und doch nur:
eine Handvoll Erde,
eine Handvoll Asche
bleiben übrig von aller Handlungsvollmacht ,
von allem Schmerz, von der Freude
und allem was war.

Es bleibt nur das Ende,
doch das ist der Anfang - wie wunderbar.

Öffne die Hände, umarme das Leben,
laß möglichst oft die Erde erbeben,
reiche Deine Hände dem Leben.

06. August 2006




Kommentare

von bruni am 4.10.13

*lächel*, Danke für Dein tolles Kompliment,lieber Finbar.
An dieses Poem erinnere ich mich natürlich gut. Es war mir immer wichtig.
Ich ergreife Deine Hände und fühle die Wärme, die von ihnen ausgeht.
Herzlichst
Bruni

von finbar am 4.10.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

*Hände mal kurz rüberreich
und dir damit gratulieren will
zu deinem starken Lebenswillen
versehen mit klugen poemzeilenpillen*

Chapoooo Madame de la Poesie :D

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