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Die Regenwolke

Eine dicke, dunkle,
ziemlich gemein aussehende,
düstere Regenwolke macht sich am Taghimmel breit
und bedeckt ohne Rücksicht auf die kleinen zarten
und zärtlich scheinenden, wegwehenden Wolkenfetzenkinder
plötzlich den gesamten, riesigen Himmelsraum.

Aus der Traum vom sinnlichen Sommer an diesem Tag!
Die gemeinste der Regenwolken hat ihren Sieg und kostet ihn aus.
Reißt auf ihren Schlund, erstickt fast und würgt wasserschwallartig
Fontänen heraus.

Wo hat sie nur diese Wasserfülle gebunkert?
Erst einige Tropfen vorgeflunkert
und dann gezeigt, was sie kann, was sie will,
und was in Wahrheit ihr einzig Begehr.

Es schüttet, es gießt, es regnet mit Macht,
der Tag ist so schwarz wie sonst nur die Nacht.
Der Asphalt scheint wellig, als wär er das Meer,
Regengewalt gibt dem Tag nun Gestalt.

Die Elemente toben sich aus.

Ach, bliebe doch manch schlecht gelaunte
Regenwolke einfach zuhaus!
Ein klein wenig Einsicht und schon würde es gehen,
der Mensch könnte weniger Regen besser überstehen.

Warum muß es gleich eine Sintflut sein,
nach so vielen Wochen Sonnenschein?

18. August 2006




Kommentare

von bruni am 14.10.13

*lächel*, wie schön, Du bist bei meiner schlechtgelaunten Regenwolke gelandet
Liebe und herzliche Grüße zum Montagmorgen

von finbarsgift am 13.10.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

klasse, erinnert mich ziemlich an mein eigenes wetterpoem, so vor einigen Monaten geschmiedet *hehe*
im Moment ist es ja noch sonnig…
enchantez Madame de la Poesie!

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