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Die Zartfarbene

Makellos ist sie, die zartfarbene Rose,
die perlmutten schimmert, flimmert
und schaut, wer sich zu ihr traut

Perfektion strahlt er aus, der Körper aus
kaum Schatten, doch sehr viel Licht
Die Zeit steht still für den Betrachter,
den stillen.      Ein Blick ins Zurück


Bedenke, was Schönheit bedeutet
Bewahre sie auf in deinen Gedanken

Sie ist in den Dingen, den fast vergangenen, den
schon verwelkenden, den längst vergessenen,
den vom Frost und Vergänglichkeit veränderten


Sieh an, die Rose, die ihre Hochblüte überschritt,
nun ihre Blätter verliert und jedes Blatt, das fällt,
ist noch schön von der Wärme der Tage. Der Stiel
biegt sich, die Form unterliegt der Veränderung


Doch dieses Ändern ist schauenswert, zeigt
auf,  wie sich alles in neuer Form - befallen
von Spinnweb und Schimmelpilzsporen -
Schönheit und Zartheit, das Wundervolle
bewahrt und Vergänglichkeit,  Desolates,
Schützenswertes, liebenswert und voller
Grazie zeigt,  in dieser schnellen und trotz
allem lebens- und liebenswerten Zeit


Meine Träne über die Schönheit der ach so
makellos Zartfarbenen versiegt und eine aus
der Weite kommende Stille entsteht.


24. April 2006




Kommentare

von bruni am 28.6.13

nun kann ich´s so stehen lassen, weil wir beide jetzt wissen, hier handelt es sich ganz eindeutig um eine verblühende Rose, die im Welken noch schön ist wie in ihrer vollen jugendlichen Blüte, im Altern noch schön! ♥
Liebe Grüße in Deine Nacht

von finbar am 28.6.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

ach eine Rose
*gülden lächel*

wie schön… *g*

*perlmutten schimmer*
klasse Gedicht!

von bruni am 28.6.13

tja, lieber Finbar, ich hätte es Dir spontan auch nicht sagen können, nach nun sieben langen Jahren. *lächel*

Jetzt weiß ich es wieder und habe es ein wenig deutlicher gemacht.

Es war eben doch ein langer Weg bis heute. *hüstel ein wenig verlegen*

Herzlichst ♥ Bruni

von finbar am 28.6.13 - http://finbarsgift.wordpress.com

*lächel*
hm…über was/wen poetisierst du denn hier eigentlich?!
*lächel*

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